Teilzeit für Eltern

Teilzeitarbeit bietet vor allem auch Müttern und Vätern eine gute Möglichkeit, Beruf und Familie flexibler miteinander zu verbinden.
Zum 01.01.02 trat dazu ein neues Gesetz in Kraft. Ein Ziel dieses Gesetzes ist es, Teilzeitarbeit zu fördern und die Diskriminierung von teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern zu verhindern.

Beschäftigte der JGU finden genauere Informationen zu den Regelungen für Tariflich Beschäftigte und Beamte/innen in Rheinland-Pfalz in den Dokumenten im Bereich Downloads in der rechten Spalte.

Wer hat Anspruch auf Teilzeitarbeit?

Grundsätzlich hat jede Arbeitnehmerin/jeder Arbeitnehmer Anspruch auf Teilzeitarbeit, wenn ihr/sein Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate bestanden hat. Eine Verringerung der Arbeitszeit ist zunächst nur in Betrieben möglich, die mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigen.

Wie sieht das Verfahren aus?

Der Wunsch auf geringere Arbeitszeit muss dem Arbeitgeber mindestens 3 Monate vor dem beabsichtigten Beginn mitgeteilt werden. Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit grundsätzlich zuzustimmen, soweit betriebliche Gründe dem nicht entgegenstehen (ein betrieblicher Grund liegt dann vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht).

  • Wenn sich der Arbeitgeber auf einen dieser Gründe berufen möchte, muss er mindestens einen Monat vor der gewünschten Reduzierung widersprechen.
  • Wird der Antrag abgelehnt, kann der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin erst nach 2 Jahren eine erneute Verringerung beantragen. Die neue Arbeitszeit gilt zunächst auf Dauer


Was passiert, wenn keine Einigung stattfindet?

Können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer/-in nicht über die Arbeitszeitverteilung einigen, hat der Arbeitgeber mittels Direktionsrecht die Möglichkeit, eine Festlegung zu treffen. Diese muss er dem Arbeitnehmer einen Monat vor dem Beginn der Veränderung schriftlich mitteilen. Das gilt allerdings nur, wenn der Arbeitgeber innerhalb eines Monats schriftlich ablehnt hat, ansonsten verringert sich die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang.